Sydney Opera House
Auf dem Wasser treibende Segel
Das Sydney Opera House ist entgegen seines Namens kein alleiniges Opernhaus, sondern vielmehr eine Art Darstellungszentrum, in welchem Aufführungen verschiedener Art gesehen werden können, angefangen von der Oper über das Ballett bis hin zum Theater und zu Danzdarstellungen.
Zentrale Akteure sind die Sydney Dance Company, The Australian Ballett, die Sydney Theater Company, das Sydney Symphonie Orchestra oder die Opera Australia.
Insgesamt finden sich neben Restaurants, Cafes, Bars und einem Souveniershop fünf zentrale Schausplätze: die große Konzerthalle mit rund 2690 Plätzen, das meist für Oper und Ballett genutzte kleine Operntheater mit 1547 Plätzen, das primär von der Sydney Theatergruppe genutzte Drama Theater mit 544 Plätzen, das Playhouse mit 398 Plätzen für fahrende Künstler und Reisende und schließlich das Studio mit 384 Sitzen. Außerhalb des Opernhauses gibt es zudem auch eine Art Amphitheater mit einer Kapazität von etwa 5000 Personen, in welchem häufig Konzerte stattfinden.
Das Sydney Opera House, welches von den Einheimischen auch liebevoll „The Oyster“ (zu deutsch: die Auster) genannt wird, erstreckt sich über eine Fläche von 1,8 Hektar und erreicht eine maximale Höhe von 67 m. Die Oberfläche ist bedeckt von ~1056000 weiß glasierten Keramikfliesen und in Zusammenhang mit der architektomischen Gestaltung (siehe Bild) erscheint das 2007 zum UNESCO-Welterbe erklärte Bauwerk wie Wellen im Hafen Sydneys.
Die Geschichte des Sydney Opera Houses ist gezeichnet von vielen Turbulenzen.
Ausgehend von einem Architekturwettbewerb 1957 wurde der Auftrag zum Bau des Opera Houses zunächst an den Dänen Jørn Utzon vergeben. Selbiger spricht heute davon, eher das Abschälen einer Orange anstatt auf dem Wasser treibende Wellen zum Vorbild gehabt zu haben. Leider erwies sich die Umsetzung der im Bauplan vorgesehenen extravaganten und vor allem asymmetrischen und damit schwer zu berechnenden Architektur als sehr schwierig und führte zu Zeitverzögerungen sowie zu ansteigenden Baukosten, gerade auch wegen wiederholter Korrekturen. (Letztendlich erreichten die Baukosten eine Höhe von über 100 Mio A$). Als Folge dieses rasanten Kostenanstieg aber auch infolge persönlicher Differenzen zwischen Künstler und der Regierung New South Wales` kam es schließlich 1966 zum absoluten Bruch zwischen beiden Parteien und zur Demission Jørn Utzons. Die Vollendung des Opera Houses erfolgte im Anschluss durch eine Gruppe australischer Künstler, deren gezwungenermaßen kostengünstigere Realisierung heute vor allem in Hinblick auf die Akkustik bemängelt wird. 1973 wurde das Opera House schlussendlich durch Königin Elisabeth II. an die Stadt übergeben.
Das Sydney Opera House bietet Führungstouren durch das Gebäude an, in der Regel alle 30 Minuten, für eine Dauer von einer Stunde und für ein Endgeld von etwa 35 A$. Für einen entsprechenden Aufpreis können auch Backstage-Touren gebucht werden, welchen einen Zutritt zu weiteren Räumen wie Probe- oder Technikräumen ermöglichen und auch meist kulinarisch begleitet werden (häufig durch ein Frühstück).
Informationen über aktuelle Aufführungen können der webside des Opera Houses selbst (http://www.sydneyoperahouse.com/) oder auch aus Tageszeitungen entnommen werden. Die Preise variieren je nach Alter und Aufführung.

University of Technology Sydney
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